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Zunehmend führen Firmen Telefoninterviews. Das spart ausser Zeit und
Arbeit oft auch unnötige Enttäuschungen. Ein Telefoninterview ist auch
unverbindlicher und eine Absage fällt beiden leichter. Man vertröstet sich auf den nächsten Kontakt.
Wenn das Unternehmen Sie um ein Telefoninterview bittet, haben Sie
eine grosse Hürde bereits geschafft. Sie sind in der engeren Personalauswahl.
Im
Telefoninterview gibt es nur die akustische Dimension: Reden und
Zuhören. Viele Leute finden das ehrlicher, aber Vorsicht: Beim
scheinbar zwanglosen Telefonat stehen Sie deutlicher auf dem Prüfstand
als im Vorstellungsgespräch, denn jetzt zählen nur Fakten. Und Sie
können nicht mit Ihrem Lächeln, Ihrer Gestik locker überbrücken bzw. ablenken. Doch fangen wir ganz von vorne an:
Vorbereitung
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Für das Telefoninterview braucht es einen exakten Anruftermin. Klar vereinbaren wer, wann, wen anruft.
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Planen Sie genügend Zeit ein, eine Stunde oder länger.
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Ungestörte Umgebung sichern, kein Radio, Geschirrklappern, TV
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Schreibzeug und Notizblock bereit legen
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Machen Sie sich schlau über die Firma, damit Sie nicht plötzlich eine unglückliche Bemerkung machen
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Mindestens zehn gute Fragen haben Sie bereit und flechten die situativ ein
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Stärken und Schwächen notieren, denn diese Frage kommt fast immer
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Terminkalender bereit halten, um den angestrebten, persönlichen Vorstellungstermin gleich zu fixieren
Garderobe
Auch wenn man Sie am Telefon nicht sieht: Verhalten Sie sich so, als
sässen Sie Ihrem Gesprächspartner gegenüber, denn man hört an Ihrer
Stimme und Intonation, ob Sie aufrecht am Schreibtisch sitzen, ausser Atem
vom Joggen kommen oder gerade auf dem
Sofa liegen. Schliesslich geht es auch um Ihr eigenes Gefühl, denn Sie reden ganz
einfach besser, wenn Sie sich auf das Gespräch konzentrieren.
Gesprächsführung
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Gewöhnlich übernimmt die Firma die Gesprächsführung
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Ruhig antworten, menschlich bleiben, freundlich aber präzis antworten.
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Worthülsen vermeiden: "und so weiter" oder "Sie wissen ja" sagen nichts aus. Dann lieber nichts sagen.
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Nicht auf den Lebenslauf verweisen. Die Leute wollen Sie reden hören.
Wieviel möchten Sie verdienen?
Sie können die Frage freundlich, aber vorsichtig umkehren und fragen:
"Ich möchte nicht aus dem Rahmen fallen - Wie
hoch ist denn die Stelle dotiert?" Oder Sie sollten, falls die Offerte
um max. 10% drunter liegt, sagen: "Ja, da befinden wir uns im unteren
Bereich meines heutigen Lohnes" Sagen Sie nicht: "Nein, das ist zu wenig!" Dann
lassen Sie einerseits keinen Spielraum und klingen andererseits schnell
arrogant. Am Telefoninterview interessiert der Rang, der Rahmen und
die Bandbreite.
Wann könnten Sie denn anfangen?
Wer jetzt 6 Monate Kündigungsfrist sagt, ist zu 90% draussen. Auch wenn
es stimmt, sagen Sie etwas reales, z.B. 2-3 Monate. Denn wenn Sie erst
mal gekündigt haben, besteht keine Firma darauf, dass Sie 6 Monate
absitzen.
Kandidaten aus der EU
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Klare Absicht für Zuzug in die Schweiz bekunden
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Sagen, dass alle Schweizer Fragen schon geregelt und im Griff sind
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Familie steht dahinter -kein Problem -ist alles geplant und organisiert
Positiver Abschluss
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Bedanken Sie sich beim Anrufer, dass er sich die Zeit für das Gespräch genommen hat und
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Bringen Sie Ihr Interesse an der Stelle klar zum Ausdruck
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Oder sagen: "Ich freue mich auf den Termin am..."
Zu lange Telefoninterviews sind selten eine Garantie für den
nächsten Schritt. Oft verhaspeln und wiederholen Sie sich unnötig. Das
ist nervig. Suchen Sie also das Ziel: Vorstellungsgespräch.
Der StellenAnzeiger wünscht Ihnen Viel Glück !
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